1822Direkt

Die 1822Direkt wurde im Jahr 1996 als 100prozentige Onlinetochter der Frankfurter Sparkasse gegründet, die wiederum aus der Fusion der Frankfurter Stadtsparkasse und der Sparkasse von 1822 hervorging. Mit der Übernahme der Frankfurter Sparkasse durch die Landesbank Hessen-Thüringen im August 2005 wurde die 1822Direkt vollständiger Bestandteil des Helaba-Konzerns.

Das Depot

Der Onlineableger der Frankfurter Sparkasse punktet auch nach der Integration in die Helaba mit zahlreichen kostengünstigen Ausgestaltungen des Wertpapierdepots, wie die bisherigen 1822Direkt Erfahrungen belegen. So entfallen für die Anleger beispielsweise die Kosten für die Depotführung, wenn das Depot aktiv genutzt wird. Dies bedeutet aber nicht, dass eine Mindestanzahl an Trades notwendig ist, sondern dass es einen Depotbestand gibt. Ist kein Depotbestand vorhanden, berechnen die Frankfurter eine Gebühr in Höhe von 2,50 Euro im Monat, ein Umstand, der bei vielen Onlinebanken entfällt. Bei den Ordergebühren kalkuliert das Institut 4,95 Euro zuzüglich 0,25 % des Kurswertes. Die Mindestcourtage beläuft sich auf 9,90 Euro, maximal werden 59,90 Euro berechnet. Bei 50 Trades innerhalb eines Halbjahres reduziert sich die Ordergebühr um zehn Prozent, bei bis zu 75 Trades pro Halbjahr um 20 Prozent. Hinzu kommen noch die Kosten der jeweiligen Börsenplätze, an denen gehandelt wird. Mit der Mindestcourtage liegt das Geldhaus im soliden Mittelfeld der Direktanbieter.

Limit- oder Orderänderungen generell sind kostenfrei, ein Umstand, der bei der Gesamtbetrachtung natürlich positiv auswirkt. Wer allerdings eine Order per Telefon aufgibt, zahlt dafür fünf Euro zusätzlich. Geben Anleger die Order per Brief oder Fax auf, fallen zusätzlich acht Euro pro Auftrag an.

Fondssparer finden bei der 1822Direkt eine Auswahl aus allen in Deutschland zugelassenen Fonds. Diese werden teilweise völlig ohne Ausgabeaufschlag an die Kunden ausgegeben. Gleiches gilt auch, wenn der Vermögensaufbau durch Fondssparpläne erfolgt. Für Fondssparpläne stehen über 1.400 Fonds zur Auswahl. Wer seinen Vermögensaufbau lieber mit Zertifikaten vorantreibt, kann in dieser Anlagekategorie ebenfalls auf spezielle Sparpläne mit Zertifikaten zurückgreifen. Darüber hinaus bieten die Frankfurter auch Sparpläne auf der Grundlage von ETFs an.

Der Wertpapierhandel oder Fondsankauf ist über die 1822Direkt App auch von unterwegs möglich. Im außerbörslichen Handel, der ebenfalls in die Produktpalette der Direktbank vom Main gehört, fallen weder Courtagen noch Börsenentgelte an. Die 1822Direkt wendet sich mit ihrer Produktpalette nicht nur an Kleinsparer, sondern auch an Börsenprofis. Nur wer als Anleger sehr spezielle Derivate handeln möchte, muss bei der 1822Direkt passen. Der Handel mit Devisen oder Rohstoffen ist ebenso wenig Bestandteil der Produktpalette wie das Traden von Optionen und Futures.

Neukunden erhalten bei der 1822Direkt einen Aktivierungsbonus für das Depot in Höhe von 100 Euro. Voraussetzung ist, dass innerhalb der ersten vier Monate nach Depoteröffnung drei Trades mit mindestens je 500 Euro Volumen durchgeführt wurden.

Für das Tagesgeld erhalten Neukunden im Rahmen wechselnder Aktionen für einen bestimmten Zeitraum einen überdurchschnittlich hohen Zinssatz, der dieses Konto als Referenzkonto für das Depot attraktiv macht. Die 1822Direkt präsentiert sich als eine Depotempfehlung für alle Anleger, gleich ob Einsteiger oder fortgeschrittene Trader, die in den herkömmlichen Märkten zu Hause sind.

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Weitergehende Anbieterinformationen

Bei der 1822Direkt handelt es sich aufgrund ihrer Historie natürlich nicht nur um einen reinen Onlinebroker, sondern um eine Universalbank mit Ausrichtung auf die privaten Kunden. Es versteht sich für eine Direktbank von selbst, dass das Konto kostenlos geführt wird. Voraussetzung ist allerdings ein Geldeingang pro Monat, der in der Höhe jedoch keine Mindestanforderung erfüllen muss. Interessant ist die Vorgehensweise des Instituts bei der Vergabe von Krediten und Baufinanzierungen. In diesem Produktsegment werden nicht die Produkte der Frankfurter Sparkasse angeboten, sondern von Drittanbietern. Dies ist gerade bei Baufinanzierungen eine hochinteressante Variante, da das Institut aus einem Pool von Anbietern auswählt und den Kunden damit eine große Bandbreite an Finanzierungsoptionen zur Verfügung stehen. Für Konsumkredite greift die Sparkasse nur auf einen Anbieter zurück. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Produktpalette der Frankfurter im Vergleich zu anderen Direktbanken recht schlank gehalten ist. Das Versicherungsangebot, von den Kreditinstituten eigentlich massiv beworben, reduziert sich hier auf die Riester-Rente.
In Bezug auf die Einlagensicherung müssen sich die Kunden der Bank ebenfalls keine Sorgen machen. Die 1822Direkt ist Mitglied in der Einlagensicherung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Dieser sieht im Falle der Schieflage eines Mitgliedsunternehmens eine dreistufige Absicherung vor, die im schlimmsten Fall bis in die Spitze der  Hierarchie, der Landesbanken reicht. Es ist bis jetzt allerdings noch nicht vorgekommen, dass eine deutsche Sparkasse zahlungsunfähig wurde. Die Regulierung der Frankfurter erfolgt, wie für ein deutsches Kreditinstitut üblich, durch die Bafin.

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