DKB

Die DKB (Deutsche Kreditbank AG) hat eine kurze, aber wechselvolle Geschichte hinter sich. Als erste Privatbank der DDR wurde sie im Jahr 1990 gegründet. Nach einem sukzessiven Übertrag der Anteile befand sie sich im Jahr 1993 vollständig im Besitz der Treuhandanstalt. Im Jahr 1995 wurde sie vom Bundesfinanzministerium an die Bayern LB verkauft. Der Sitz des Unternehmens ist nach wie vor Berlin. Das Privatkundengeschäft wird überwiegend als Direktbank betrieben, allerdings befinden sich noch einige Filialen in Ostdeutschland.

Das Depot

Das DKB Brokerage ist eine ganz klare Depotempfehlung für den Anleger, der sich auf den einfachen Wertpapierhandel oder die Anlage in Investmentfonds verlegt hat. Bei der DKB steht neben dem klassischen Wertpapierhandel mit Aktien und Anleihen ganz klar das Fondssparen im Mittelpunkt. Zunächst einmal beinhaltet das Fondsuniversum der Tochter der Bayern LB über 10.000 Fonds und zählt damit zu den absoluten Spitzenreitern unter den Mitbewerbern, wie die DKB Erfahrungen aus der Vergangenheit belegen. Die Fonds werden ausnahmslos ohne Ausgabeaufschlag ausgegeben, fast ein Alleinstellungsmerkmal im Markt. Dies gilt sowohl für die einmalig Anlage als auch für den Vermögensaufbau mit Sparplänen. Sparpläne können ab 50 Euro im Monat bedient werden, zur Auswahl stehen 140 sparplanfähige Fonds. Für Sparer, die auf das Investment in Fonds vertrauen, ist die DKB zweifellos eine der ersten Adressen. Diese Aussage wird noch durch den Sachverhalt untermauert, dass die Depotführung ebenfalls komplett kostenfrei ist. In Kombination mit dem fehlenden Ausgabeaufschlag realisiert der Berliner Onlinebroker beim Fondssparen den Wunsch zahlreicher Anleger nach einem komplett kostenlosen Depot. Immerhin darf nicht vergessen werden, dass Depotgebühren und Ausgabeaufschlag die Nettorendite eines Depots nachhaltig nach unten drücken. Die Gebührenstruktur der DKB wirkt sich im Umkehrschluss im Vergleich mit anderen Banken als Renditeturbo für das Depot aus.

Die Transaktionskosten für den Handel mit Einzeltiteln laufen ebenfalls nicht aus dem Ruder, sondern sind absolut günstig und darüber hinaus ausgesprochen transparent. Die DKB kennt nur drei Courtagegrößen. Bis zu einem Ordervolumen von 10.000 Euro berechnet die DKB zehn Euro an Kommission, für größere Orders werden 25 Euro in Rechnung gestellt. Teurer wird der Handel jedoch an ausländischen Börsenplätzen. Es bleibt allerdings fraglich, ob der typische DKB-Kunde häufiger an Auslandsbörsen handel möchte. Hier schlägt die Courtage mit 75 Euro, unabhängig vom Handelsvolumen, zu Buche. Die Fremdgebühren an inländischen Börsen entfallen, wenn Anleger das Handelssystem Tradegate nutzen. Bei Tradegate handelt es sich um ein außerbörsliches elektronisches Handelssystem. Das Wertpapierverrechnungskonto wird mit einem variablen Zinssatz, Stand 1. 4. 2014 von 0,2 Prozent pro Jahr, verzinst.DKB Bank besuchen

Anleger, die auf der Suche nach Möglichkeiten zum Daytrading sind oder Derivaten den Vorzug geben, sind bei der DKB allerdings nicht optimal aufgehoben. Diese Handelsmöglichkeiten zählen nicht zum Produktportfolio der Bank. Damit ist die Zielgruppe für ein Depot bei der DKB auch eindeutig definiert. Es handelt sich nicht um Kleinanleger, sondern um Anleger, die den klassischen Wertpapierkauf dem Handel mit Finanzinstrumenten vorziehen.

Auch wenn sich die DKB nicht an professionelle Trader wendet, die überwiegend im Daytrading oder Derivatehandel engagiert sind, müssen die Kunden nicht auf umfassende Informationen rund um das Börsengeschehen verzichten. Sowohl Börsenkommentare als auch alle wichtigen Daten werden im Rahmen des DKB Marktüberblicks zur Verfügung gestellt. Eine Chartanalyse für das gewünschte Wertpapier bietet die Chance, Handelssignale zu erkennen und entsprechen zu agieren. Eine Watchlist und ein kostenloses Musterdepot runden das Angebot der Berliner für ihre Wertpapierkunden ab.

Weiterführende Anbieterinformationen

Im Jahr 2013 betreute die DKB rund 2,5 Millionen Kunden. Bekannt geworden ist die Berliner Direktbank vor allem durch das kostenlose Girokonto DKB cash. Mit der Einführung dieses Kontos gehörte das Unternehmen zu den Pionieren unter den Banken, die sowohl auf die Kontoführungsgebühr bei Girokonten als auch auf die Jahresgebühr für Kreditkarten verzichteten. Die kostenlose Visa-Karte ermöglicht es den Kunden weltweit, an Geldautomaten Barverfügungen vornehmen zu können.

Neben Depot und Girokonto ermöglicht die DKB auch das klassische Einlagengeschäft und verschiedene Finanzierungsvarianten. Dazu zählen neben klassischen Raten- und Baufinanzierungskrediten auch Studenten-Bildungsfonds sowie Energiedarlehen. Im Einlagenbereich können die Sparer zwischen Termingeldern, Festgeldern, Zuwachssparen und Festzinssparen wählen. Ein Tagesgeld bietet die DBK nicht an, allerdings wird das Guthabenkonto der Kreditkarte als Tagesgeldkonto verzinst.

Die DKB begibt darüber hinaus auch eigene Anleihen, verfügt allerdings als Tochterunternehmen der Bayerischen Landesbank über kein eigenes Rating. Hier wird auf das Rating der Konzernmutter zurückgegriffen.

Die Leser der Zeitschrift Focus Money wählten die DKB zur fairsten Direktbank im Jahr 2013 (Ausgabe 18/2013).

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