ING-DiBa

Die ING-DiBa, mit über acht Millionen Kunden größte Direktbank Deutschlands, hat auch im Wertpapierhandel Akzente gesetzt. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die als gewerkschaftsnahe Bank in den 60er Jahren begann. Ältere Anleger konnten sozusagen damals schon ING-DiBa Erfahrungen sammeln. Heute gehört das Kreditinstitut zum niederländischen ING-Konzern. Das Produktportfolio deckt die gesamte Palette einer Universalbank für private Kunden ab. Konten und Karten zählen ebenso dazu, wie Finanzierungen und Lösungen für die private Vorsorge. Die Zentrale einer der ältesten deutschen Direktbanken befindet sich in der Bankenmetropole Frankfurt am Main.

Das Depot

Das Depot der Frankfurter Direktbank lässt keine Wünsche offen und bietet jedem Anleger, gleich ob Einsteiger oder Profi, alle Möglichkeiten. Vom klassischen Handel mit Aktien oder Fonds über Zertifikate und Hebelprodukte finden Anleger jede Variante für das Geschäft an der Börse. Die Depotführung ist kostenlos, das Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird, allerdings variabel, verzinst. Hebelprodukte können im Rahmen von ING-Markets ab einem Ordervolumen von 1.000 Euro kostenfrei gehandelt werden. ING-Markets bietet dafür Knock-Out Zertifikate und Optionen an. Als Basiswerte stehen dafür Aktien, die wichtigsten Indizes, Gold, Silber und Öl zur Verfügung. Damit erweitert die Bank das klassische Handelsangebot und spricht auch die Anleger an, die sich jenseits der herkömmlichen Märkte bewegen möchten.

Anleger, die ihren Fokus auf Investmentfonds legen, haben die Auswahl aus über 4.500 Fonds. Alle Fonds werden mit rabattiertem Ausgabeaufschlag ausgegeben, teilweise verzichtet das Institut komplett darauf. Damit befindet sich das Institut im Fondsbereich in Bezug auf die Anzahl der handelbaren Fonds im soliden Mittelfeld der Anbieter. Für Fondssparer bedeutet die Kombination aus einem gebührenfreien Depot und und dem Erwerb von Fonds ohne Ausgabeaufschlag aber auch, dass es ihnen möglich ist, ein völlig kostenloses Depot zu nutzen.

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Bei der Berechnung der Courtagen für den Wertpapierhandel hält die ING-DiBa jedoch an der klassischen, prozentual vom Ordervolumen, Berechnung fest, wie sie auch bei den Banken in der Fläche noch üblich ist. Hier konnte sich das Institut leider nicht dazu durchringen, den innovativen Weg fester Transaktionsgebühren zu wählen. Für eine Onlineorder werden 0,25 Prozent Kommission fällig, mindestens 9,90 Euro, maximal 59,90 Euro. Bei telefonischer Orderaufgabe beträgt die Mindestprovision 19,90 Euro. In Bezug auf die Courtagen zeigt sich die ING-DiBa leider nur als unterdurchschnittlich, es gibt deutlich günstigere Alternativen. Sowohl das Handelsangebot als auch die Bereitstellung von Marktinformationen richtet sich an klassische Fondssparer einerseits und an semi-professionelle Trader andererseits.

Die ING-DiBa präsentiert ihren Wertpapierkunden immer wieder Aktionen mit besonderen Konditionen, beispielsweise der Erwerb von Zertifikaten bestimmter Anbieter ohne Kosten. Der außerbörsliche Handel steht zwar nicht, wie bei anderen Banken, direkt im Fokus, kommt aber im Rahmen dieser Angebote auch bei dieser Bank immer wieder zum Tragen.

Für börseninteressierte Eltern und Großeltern rückt das Direkt-Depot Junior in den Blickpunkt. Zu besonders günstigen Konditionen kann hier der Nachwuchs mit ausgewählten Papieren den Einstieg in das Börsengeschehen erlernen. Für den ersten Einstieg in den Handel stellt die ING-DiBa Anfängern ein Börsenlexikon auf ihrer Seite zur Verfügung. Generell jeder Altersgruppe steht die Watchlist, das kostenlose Musterdepotdepot zur Verfügung. Dieses ermöglicht die Überwachung ausgewählter Werte einschließlich Devisen, Rohstoffen und Indizes. Einsteiger finden hier eine Lösung, sich langsam an das Börsengeschehen heranzutasten, ohne gleich bitteres Lehrgeld bezahlen zu müssen. Bei der Unterstützung des mobilen Brokerages setzt die ING-DiBa auf zwei Module. Zum einen kommt die für Tablets optimierte Browserplattform zum Einsatz, zum anderen stehen Apps für iPhone und android-basierte Handys zur Verfügung.

Weiterführende Anbieterinformationen

In den neunziger Jahren kam es aufgrund der Namensgebung Deutsche Direktbank zu einem Rechtsstreit mit der Deutschen Bank, welche die Gefahr der Verwechslung der beiden Institute zu ihrem Nachteil sah. Die damalige Deutsche Direktbank firmierte daher in Allgemeine Deutsche Direktbank um. Das Kürzel DiBa steht heute für Direktbank.

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Den größten Erfolg verzeichnen die Frankfurter mit ihrem Tagesgeldkonto Extra Konto. Wie die meisten Direktbanken bietet die ING-DiBa ebenfalls ein kostenloses Girokonto an. Barverfügungen sind zum einen an den 1.500 Geldautomaten, die sich überwiegend an Tankstellen befinden oder kostenlos mittels der zum Girokonto gehörenden VISA-Karte möglich. Im Kreditgeschäft positioniert sich das Unternehmen nicht nur durch seinen Ratenkredit, sondern auch durch den mit günstigeren Konditionen ausgestatteten speziellen Autokredit.

Die Leser der Zeitschrift Börse Online wählten die ING-DiBa zum beliebtesten Onlinebroker für das Jahr 2013 (Ausgabe 14 / 2013). Dabei handelt es sich jedoch nicht um die einzige Auszeichnung. Als Universalbank erhielt das Kreditinstitut auch noch für weitere Produktbereiche zahlreiche Preise.