Sparkassenbroker

Der sbroker, wie die offizielle Bezeichnung lautet, arbeitet als institutsüberreifender Onlinebroker innerhalb der Sparkassengruppe und bietet außer dem Börsengeschäft und einem Tagesgeldkonto keine weiteren Produkte an. Das Unternehmen wurde bereits 1999 unter dem Namen pulsiv gegründet und 2001 von den Sparkassen übernommen. Der Geschäftssitz der GmbH & Co KG befindet sich in Wiesbaden. Zusammen mit der 1822direkt handelt es sich um die wichtigsten Online-Institute der Sparkassengruppe.

Das Depot

sbroker bietet unterschiedliche Depots an. Diese unterscheiden sich jedoch nicht in den Leistungen, sondern stellen auf verschiedene Zielgruppen ab. Neben dem klassischen Wertpapierdepot für Privatkunden steht noch ein Depot für Investmentclubs, ein spezielles Depot für Studenten, Schüler und Auszubildende, das Start-Depot, sowie ein Juniordepot zur Verfügung. Wer als Kunde von sbroker Erfahrungen mit dem Handel von Differenzkontrakten machen möchte, dem steht ebenfalls ein CFD-Handelskonto zur Verfügung.

Die Konditionen für das klassische Depot sind durchschnittlich. Bei einer Wertpapiertransaktion im Quartal oder einem Bestand von 10.000 Euro Volumen entfällt die Depotgebühr, die ansonsten mit 2,95 Euro zu Buche schlägt. Die Orderprovision beläuft sich auf 4,95 Euro zuzüglich 0,25 Prozent des Transaktionsvolumens. Als Mindestbetrag werden 8,99 Euro belastet, maximal muss der Anleger eine Kommission von 54,99 Euro entrichten. Zusätzlich fallen noch Gebühren für die einzelnen Handelsplätze an. Ab 100 Wertpapiertransaktionen greift ein gestaffeltes Rabattmodell. Für 100 Trades gewährt sbroker einen Preisnachlass in Höhe von zehn Prozent, ab 250 Trades 20 Prozent. Anleger, die es auf mehr als 5.000 Transaktionen pro Jahr bringen, erhalten einen Preisnachlass von 80 Prozent. Als Handelssoftware steht die Plattform MarktInvestor Pro zur Verfügung, die als App für den mobilen Handel sowohl in Google Play als auch im AppStore zum Download bereitsteht. Für den direkten, außerbörslichen Handel stehen den Kunden von sbroker 23 Partner zur Verfügung. Wer sich bereits mit dem außerbörslichen Handel beschäftigt hat, wird auch keine Aktionen im Sinne von kostenfreien Trades, wie häufig bei Mitbewerbern angeboten, vermissen. Im Rahmen dieser Aktionen können die unterschiedlichsten Papiere zu Sonderkonditionen gehandelt werden.

Das Startdepot bietet Auszubildenden den vollen Einstieg in das Börsengeschehen bei gleichzeitigen günstigeren Konditionen. Neben dem Wegfall der Depotverwaltungsgebühr erhalten sie einen kostenlosen Trade pro Jahr, der ihnen ebenfalls mit zusteht, sobald zehn kostenpflichtige Transaktionen ausgeführt wurden.

Auf dem Minderjährigendepot können Aktiendeals, Fonds und Anleihen gehandelt werden. Andere Wertpapiergattungen sind nicht zugelassen. Für das Minderjährigendepot fallen keine Depotführungsgebühren an.quirion besuchenDas Investmentclub Depot bietet den Zugang für Clubs mit bis zu 50 Mitgliedern. Davon dürfen bis zu fünf Mitglieder berechtigt sein, für den Klub zu handeln. Ab 150 Trades pro Jahr entfällt die Mitgliedspauschale, ab 100 Trades pro Jahr profitieren die Clubs von dem Rabattmodell bei sbroker.

Anleger, die bei ihrem Vermögensaufbau und Vermögensausbau auf Investmentfonds setzen, haben Zugriff auf alle in Deutschland zugelassenen Fonds. Rund 4.300 der Papiere werden dabei mit reduziertem oder komplett rabattiertem Ausgabeaufschlag ausgegeben. Gleiches gilt auch für Sparpläne.

Als interessante Komponente bei sbroker zeigt sich der Wertpapierkredit, der ab einem Depotvolumen von 10.000 Euro beantragt werden kann. Die Darlehenshöhe richtet sich nach dem Beleihungswert des Depots. Aktien werden beispielsweise mit 60 Prozent beliehen, Anleihen mit 80 Prozent. Verzinst wird lediglich der tatsächlich in Anspruch genommene Kreditbetrag, ähnlich einem Rahmenkredit. Neben dem Wertpapierkredit bietet das Unternehmen auch noch einen weiteren Service, die Akademie. Im Rahmen von regelmäßigen Webinaren bietet sbroker seinen Kunden die Möglichkeit zu einer kontinuierlichen Weiterbildung im Bereich des Börsenhandels. Ebenfalls sehr umfangreich gehalten sind die Analysetools, die neben einer Chartanalyse auch die technische Analyse sowie Einzelproduktanalyse und Expertenempfehlungen beinhalten. Was bei vielen Mitbewerbern üblich ist, das Tagesgeldkonto als Referenzkonto zu nutzen und hier einen überdurchschnittlichen Zinssatz zu erzielen, entfällt bei dem Onlinebroker der Sparkassengruppe leider. Kunden, die Gelder auf dem Referenzkonto halten, bekommen dafür keine Verzinsung, das Tagesgeldkonto, welches noch als Alternative angeboten wird, verzinst marktüblich und ist damit weit von den Spitzenreitern entfernt.

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Weiterführende Anbieterinformationen

Im Rahmen der Kundengewinnung setzt sbroker natürlich auf das Prinzip der Weiterempfehlung. Neben Sachprämien steht auch eine Barprämie in Höhe von 50 Euro zur Auswahl. Führt der Neukunde in den ersten drei Monaten mehr als 25 Trades aus, erhält der Werbende automatisch 150 Euro auf sein Handelskonto gutgeschrieben.

Das Angebot des Sparkassenbrokers ist solide, kann aber bei den innovativen Gebührenmodellen einiger Mitbewerber nicht mithalten. Als Zielgruppe kommen primär Kunden der Sparkassen vor Ort infrage, die ein Handelsangebot suchen, welches über das des regionalen Anbieters hinausgeht.