OnVista

OnVista wurde bereits im Jahr 1998 in Köln gegründet. Der Finanzdienstleister hat sich ausschließlich auf das Wertpapiergeschäft beschränkt und betreibt dieses durch die OnVista Bank GmbH von Frankfurt am Main aus. Bereits im März 2000 war OnVista ein börsennotiertes Unternehmen und gliederte den Geschäftsbereich Media und den Geschäftsbereich Finanzen in neugegründete GmbHs aus. Seit Ende 2007 hält die französische Onlinebank Boursorama S.A. als Mehrheitseignerin über 90 Prozent der Unternehmensanteile von OnVista.

Das Depot

OnVista bietet grundsätzlich einmal ein kostenloses Depot an. Darüber hinaus besteht für die Kunden auch die Möglichkeit, ohne Transaktionskosten zu handeln. Dabei haben die Anleger die Wahl zwischen drei Varianten, der FreebuyTrade-, der FreebuyCash-Lösung und dem Classic Depot. Die Anzahl der kostenlosen Trades hängt in beiden Fällen von Intensität ab, in der das Depot bei OnVista genutzt wird.

onvista besuchen

Freebuy Trade

FreebuyTrade eignet sich besonders für diejenigen, die sehr häufig an der Börse handeln. Bis zu 150 Freebuys sind bei dieser Option im Monat erhältlich. Dabei wird bei den einzelnen ausgeführten Trades keine Unterscheidung gemacht, jeder ausgeführte Handel zählt für die Bonifizierung. Besteht kein Anspruch auf einen kostenlosen Trade, so beträgt die Grundgebühr 5,99 Euro zuzüglich 0,23 Prozent des Ordervolumens. Die Courtage ist auf 39 Euro maximiert. Für den Handel an US-Börsen bewegt sich die Bandbreite zwischen mindesten 12,90 US-Dollars und maximal 107 US-Dollars.

FreebuyCash

FreebuyCash richtet sich eher an die Anleger, die weniger häufig Transaktionen vornehmen. Die Grundlage für die Freebuys ist das durchschnittliche monatliche Guthaben auf dem Handelskonto. Bereits ab einer Liquiditätshaltung von 2.000 Euro im Monat besteht ein Anspruch auf Freetrades. Anleger können sich mit dieser Variante bis zu 30 freie Trades im Monat sichern. Stehen keine Freetrades zur Verfügung, verhält sich die Gebührenstruktur analog zu der Freebuy Trade Variante. Die Grundkosten betragen 5,99 Euro zuzüglich 0,23 Prozent auf das Ordervolumen, maximiert auf 39 Euro.

Classic Depot

Die OnVista Erfahrungen mit dem Aktienhandel im Classic Depot zeigen, dass dieses, wenn keine Freetrades genutzt werden sollen, in Bezug auf die Orderkosten deutlich einfacher strukturiert ist. Für ein Ordervolumen bis zu 1.000 Euro werden 4,99 Euro berechnet. Bis zu einer Größenordnung von 15.000 Euro entstehen Kosten in Höhe von 6,99 Euro, Trades, die darüber hinaus gehen, werden mit einer Courtage in Höhe von 7,99 Euro belastet. Investmentfondsanteile werden ohne Ausgabeaufschlag, aber mit Kommission ausgegeben. Diese beträgt 5,99 Euro zuzüglich 0,23 Prozent des Handelsvolumens. Die Kosten bei Fonds sind auf 39 Euro maximiert. Mit diesen Beträgen liegt OnVista in den Erfahrungen deutlich unter den Kosten bei Filialbanken und Sparkassen. Gerade bei Fonds gibt es aber durchaus bei den Mitbewerbern Alternativen durch den völligen Wegfall der Kosten bei Erwerb. Ebenfalls nachteilig erweist sich diese Variante beim Verkauf der Anteilsscheine, da andernorts der Verkauf generell kostenfrei erfolgt.

Der Handel

Ein Blick auf das Handelsangebot bei OnVista macht deutlich, dass die Zielgruppe mehr die professionellen Trader sind, die auch Wert auf den Zugang zu Echtzeitkursen wünschen. Diese werden ab bestimmten Handelsvolumina ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. Neben dem klassischen Handel mit Aktien, Zertifikaten, Futures, Optionen und Fonds hat OnVista sein Handelsangebot auch um das Traden mit CFDs und das Straight Forward Dealing, SFD, erweitert. Bei SFDs handelt es sich um eine neue Assetklasse, die auf Aktien basiert. SFDs sind ein Hebelprodukt, welches OnVista in Kooperation mit dem Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz anbietet. Der außerbörsliche Handel gehört natürlich ebenso in das Repertoire des Anbieters wie die Möglichkeit, in Sparpläne zu investieren. Unter dem Strich zeigt sich jedoch, dass OnVista den Schwerpunkt auf die Gruppe der Trader legt, die semiprofessionell oder professionell an der Börse handeln. Reine Fondssparer sind an anderer Stelle eher besser aufgehoben. Wer jedoch seinen Schwerpunkt auf den Handel mit Einzeltiteln legt, findet bereits im Classic Depot eine kostengünstige Variante.

onvista besuchen

Weiterführende Anbieterinformationen

Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern stellt OnVista auch Wertpapierkredite zur Verfügung. Dabei gliedert sich das Angebot in den mittel- oder langfristigen Kredit und den Wertpapierkredit für den Intradayhandel auf, eine Variante, die am Markt so gut wie nicht vertreten ist. Ebenfalls interessant ist das Junior Depot, welches den Vermögensaufbau schon für den Nachwuchs, auch auf Sparplanbasis, sicherstellt.

Das sehr umfangreiche Handelsangebot und die zur Verfügung gestellten Hintergrundinformationen in Kombination mit dem Service bescherten der Onlinebank vom Main in der Vergangenheit diverse Auszeichnungen bis zurück in das Jahr 2008, unter anderem von den Lesern der Zeitschrift Euro am Sonntag.